Häufig gestellte Fragen

  • Warum muss das TOMATIS-Wahrnehmungstraining täglich erfolgen?

Die TOMATIS-Methode ist physiologisch gesehen ein Training der mit dem Gehör verbundenen Muskulatur. Um diese Muskeln, welche die Gehörknöchelchen bewegen, richtig „in Schuss“ zu bringen, muss man sie so wie alle anderen Muskeln kontinuierlich trainieren.
Außerdem geht es in der TOMATIS-Methode auch um ein Verändern der Hör- und Zuhörgewohnheiten. Das Durchbrechen alter Hörmuster bedeutet vorerst einmal ein Auflösen dieser unbewussten Vorgänge, damit neue Formen überhaupt wahrgenommen und ausprobiert werden können. Die Praxis hat gezeigt, dass nur eine tägliche Stimulation über einen bestimmten Zeitraum hinweg diesen Erfolg erzielen kann. Die Trainingseinheiten sollen so dicht als möglich stattfinden. (Das Wochenende wird im Institutsbetrieb ausgelassen)

  • Wie oft muss das TOMATIS-Wahrnehmungstraining wiederholt werden?

Ein komplettes TOMATIS-Wahrnehmungstraining besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden, zeitlich getrennten Stufen, die aber je nach individueller Situation nicht alle durchlaufen werden müssen, um einen Erfolg zu erzielen.
Die praktische Erfahrung hat gezeigt, dass etwa ein Kind mit Schul- und Konzentrationsproblemen meist mit dem aus drei Teilen bestehenden Grundtraining und einer Auffrischung im darauf folgenden Jahr einen dauerhaften Erfolg erzielen kann. Einer Person mit größeren Handicaps wird auch zweimal jährlich eine Auffrischung von je einer Woche gut tun. Im Allgemeinen spürt der Klient meist selbst, ob und wann eine Auffrischung von einigen Tagen angebracht ist.

  • Kann ich das TOMATIS-Wahrnehmungstraining ausprobieren?

Erfolg oder Nutzlosigkeit lassen sich nicht in einer Trainingssitzung ausprobieren. Wir sind aber gerne bereit, unsere Klienten im Zuge eines Erstgespräches eine ½ Stunde „hineinhören“ zu lassen. Bei den Kindern ergibt sich diese Möglichkeit eigentlich immer während des Erstgesprächs der Eltern.
Im allgemeinen kann man bei Kindern feststellen, dass sie nach drei Tagen Training gerne kommen sollten, sonst stimmt etwas nicht: entweder die Betreuung, der Zeitpunkt oder eben auch die Methode ist nicht richtig gewählt.
Im Falle eines Abbruchs wird auch nur die gehörte Zeit verrechnet.
Keinesfalls ist es jedoch möglich, in diesen drei Tagen festzustellen, ob die Tomatis-Methode hilft oder nicht, denn dafür ist immer ein Training über einen längeren Zeitraum erforderlich.

  • Warum soll die Mutter und nicht der Vater das TOMATIS-Training mit dem Kind absolvieren?

Das TOMATIS-Wahrnehmungstraining bringt stets eine Veränderung im Kind, vor allem im emotionalen Bereich. Da meist primär eine emotionale Bindung zur Mutter besteht, sollte auch sie am eigenen Leib erfahren, was im Kind vor sich geht. Auch die Veränderungen durch das TOMATIS-Training in ihr lassen sie besser auf die oft überraschenden Entwicklungen des Kindes reagieren.
Ausserdem trägt die Mutter meist die emotionale Hauptlast der Probleme ihrer Kinder, egal ob diese die schulischen Leistungen, Teilleistungsschwächen oder Behinderung und Krankheit betreffen. Die Erfahrung vieler Jahre zeigt: Die Verantwortung, die Kritik, ja auch die Schuldgefühle liegen fast immer zuerst bei der Mutter, ob bewusst oder unbewusst. Daher ist es eine wesentliche Aufgabe der TOMATIS-Methode und ein besonderes Anliegen in unserem Institut, vor allem auch die Mutter zu unterstützen, sie zu begleiten und ihr ein individuelles Wahrnehmungstraining angedeihen zu lassen. Davon profitiert schließlich nicht nur sie selbst, sondern auch ihr Kind und die ganze Familie.

  • Kann ein TOMATIS-Wahrnehmungstraining schaden?

Wie im Sport kann ein richtig angewendetes TOMATIS-Training niemals schaden. Deswegen wird vom ausgebildeten TOMATIS-Trainer im Zuge des Erstgespräches stets eine genaue Anamnese vorgenommen, vor allem in Bezug auf verschiedene Erkrankungen, wie z.B. Epilepsie, Allergien, Neurodermitis, psychische Erkrankungen und auch auf eine etwaige Medikation, welche die Hörkurve verändern könnte. Dies wird bei der Programmierung des TOMATIS-Trainings miteinbezogen.
Grundsätzlich ist ja das Wahrnehmungstraining ein Entspannungstraining und daher für jedermann geeignet!

  • Kann auch ein Epileptiker ein TOMATIS-Wahrnehmungstraining absolvieren?

Selbstverständlich, denn gerade Epileptikern kann Entspannung niemals schaden.
Ein Epileptiker sollte sich durch ein Wahrnehmungstraining jedoch keine Heilung dieser Krankheit erwarten. Die Erfahrung zeigt aber, dass Klienten mit Epilepsie dann wesentlich besser mit ihrer Erkrankung umgehen können, eine große psychische Entlastung erfahren und sich dadurch oft die Anfallshäufigkeit und -intensität verändern kann.

  • Wie hoch ist die Erfolgsquote der TOMATIS-Methode?

Wie oft im psychologisch-pädagogischen Bereich ist es nicht leicht, eine objektiv klare Antwort zu geben. Natürlich wurden in zahlreichen Untersuchungen mit physiologischen Hörtests, psychologischen und therapeutischen Tests positive Ergebnisse festgestellt. Vor allem treten große Veränderungen in bezug auf Raumwahrnehmung, Konzentration und die Verarbeitung von akustischen Reizen ein. Dies sind statistische Ergebnisse, die natürlich keine Aussagekraft über individuelle Prognosen besitzen.
Viel wichtiger, aber kaum messbar, ist jedoch das bei den Klienten immer wieder festgestellte allgemeine Wohlbefinden und der Energiereichtum nach einem TOMATIS-Wahrnehmungstraining.

  • Ab welchem Alter kann ein TOMATIS-Wahrnehmungstraining gemacht werden?

Es gibt keine Altersbegrenzung für ein TOMATIS-Wahrnehmungstraining, weder nach unten noch nach oben.
Viele Frauen kommen schon in der Schwangerschaft zu einzelnen Hörsitzungen. Mittlerweile wird auch von manchen Gynäkologen ein TOMATIS-Training als ideale Ergänzung der Geburtsvorbereitung empfohlen.
Im Alter bringen TOMATIS-Sitzungen - vor allem auch, wenn bereits eine Altersschwerhörigkeit vorliegt - große Entspannung, einen besseren Umgang mit dem Hörgerät und vor allem auch eine leichtere Analyse des Gehörten, mehr Energie und Wohlbefinden.

  • Ersetzt die TOMATIS-Methode andere Therapien?

Keinesfalls! Die TOMATIS-Methode ist oftmals eine ideale Ergänzung zu anderen Therapien oder Methoden, egal ob im schulmedizinischen Bereich oder bei alternativen Methoden.
In unserem Institut legen wir großen Wert auf die Zusammenarbeit mit anderen Richtungen und nicht selten empfehlen wir erst eine andere Anwendung (Psychotherapie, schulmedizinische Abklärung, etc.), um dem Klienten dann den größtmöglichen Nutzen aus einem TOMATIS-Wahrnehmungstraining zu ermöglichen.
Gerade bei „Übertherapierten“ führt dann ein TOMATIS-Training zu einer physischen und psychischen Entlastung, denn während des Trainings „arbeitet die Musik“, nicht der Klient und Energie wird geschenkt, nicht genommen. Dadurch ist vor allem bei Kindern eine größere Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in der Schule oder in den Therapien festzustellen.
Wir dürfen immer wieder erleben, wie viele Wege der Hilfestellung es gibt und freuen uns, ein Teil dieses „Puzzles“ zu sein!

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