Sprache und Kommunikation

Menschen, denen es schwerfällt, sich an Gesprächen zu beteiligen, haben meist große Schwierigkeiten, einzelne Stimmen aus dem Stimm- und Geräuschgewirr herauszuhören. Sie lassen sich leicht von Umgebungsgeräuschen ablenken und es kostet sie viel Kraft, sich auf den Gesprächspartner zu konzentrieren.

Dies gilt sowohl für erwachsene Menschen in beruflichen und privaten Diskussionen und Gesprächsgruppen als auch für Kinder in den Schulklassen. Das bloße Zuhören strengt sie bereits sehr an, sodass dann die Kraft zur Diskussion fehlt. Sie wagen es nicht, eine eigene Meinung zu äußern, da sie fürchten, nicht alles aus dem bisherigen Gespräch mitbekommen zu haben.

KindWerden die Frequenzen, die primär dem Sprachverständnis dienen (also im Wesentlichen der Bereich von etwa 1000 bis 3000 Hz), vom Gehör schlecht wahrgenommen, kostet es naturgemäß große Mühe und viel Energie, sich auf ein Gespräch zu konzentrieren. Denn es bedarf einer höheren Gehirnleistung, die vom Sinnesorgan schwächer wahrgenommenen Sprachlaute zu erfassen, zu ergänzen, zu interpretieren und die darin enthaltene Information auszuwerten. Dies äußert sich sowohl in einem größeren Energieaufwand als auch in einer längeren Verarbeitungszeit und damit in einer langsameren Reaktionszeit im Gespräch ("Andere sind immer schneller als ich mit der Antwort").

Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass Gehör und Stimme eng miteinander verbunden sind: Frequenzen, die schlecht wahrgenommen werden, können auch nur schlecht reproduziert werden (1. Tomatis-Gesetz). Daher weisen Menschen mit Kommunikationsschwächen oft auch Sprach- oder Formulierungsprobleme auf. Es kostet sie wesentlich mehr Kraft und Zeit, sich verständlich zu machen.

Wenn also die für die zwischenmenschliche Kommunikation grundlegenden Körperfunktionen soviel Energie und Zeit verbrauchen, so verbleibt viel weniger Kraft, um aktiv zu werden und die eigene Meinung zu äußern.

Das TOMATIS -Wahrnehmungstraining greift nun in diesen automatischen Regelkreis Gehör - Stimme ein: Durch das gezielte Training  der schwächer aufgenommenen Frequenzen kann im Allgemeinen die akustische Wahrnehmung der für die Kommunikation so wichtigen Sprachlaute wesentlich optimiert werden.

Dadurch wird die akustische Wahrnehmung der Gesprächspartner erleichtert, die wahrgenommenen Sprachlaute können vom Gehirn besser verarbeitet werden und die Sprachproduktion wird aufgrund der verbesserten Kontrolle durch das Gehör verändert. So verbleibt mehr Kraft zur aktiven Kommunikation und mehr Motivation, ja sogar Freude, auf andere Menschen zuzugehen.

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